Oh ja, es gibt Bücher, die können das Fernweh erwecken. So geht es mir gerade mit
Das grüne Meer der Finsternis - und dem Ende der Welt...
An manchen Tagen – also jetzt gerade – kann ich mir nicht, oder nur schwer, vorstellen, dass es irgendjemand gibt, der sich aus Literatur nichts macht. Wohlgemerkt: Er oder sie kommen damit in Berührung. Wohlgemerkt: Literatur nicht als ein Kanon und als ein Druck und als Rechtschreibungsdurchführung in Praxis. Wohlgemerkt: Literatur als Erzählen wichtiger Erfahrungen von Menschen.
Ich sehe vor mir die Praxis, mit der ich oft zu tun habe: Jugendliche, die als bildungsfern gelten und die es zum Teil deswegen sind, weil sie die deutsche Sprache nicht sehr gut beherrschen, aber im deutschen Sprachraum leben. Die also vielleicht gar nicht wirklich bildungsfern, sondern gegebenenfalls einfach sprachirritiert und -paralysiert sind. Aber es gibt auch solche, die sind schlicht bildungs- und lernfern aufgewachsen, aber warum sollten diese, wenn etwas gut und spannend erzählt wird, kein Interesse haben? Wirklich literaturfern sind eher die computerversierten und –gesteuerten Karrierenerds, die den intensiven Geruch nach Emotion, den die Literatur nicht abzulegen vermag, wirklich verschmähen. Literatur ist eben vor allem etwas für Menschen, die einen emotionalen Aufruhr ihrer eigenen Erlebniswelt wahrnehmen können. Und vielleicht werden in diesem Punkt die „bildungsfernen“ Jugendlichen sehr unterschätzt, auch in ihrer Bildsamkeit.
Dies alles geht mir durch den Kopf, wo ich gerade nur den Anfang der Lesung von Pedro Lenz beim Vorsingen in Klagenfurt gehört habe, ein für mich, nach diesem Eindrittelanfang brillanter Text, beginnend damit, dass ein Schüler sich aufgrund eines Schlages ins Gesicht eines verhassten Lehrers so ziemlich alles verbaut, was aus ihm hätte… Und da dachte ich, das wäre ein Text, über den man mit den Jugendlichen reden könnte. Pedro Lenz liest in einem etwas schwer verständlichen schwyzgeprägten Deutsch vor, für die Migrant/innen wäre es nicht unbedingt schwerer zu verstehen als das, was sie täglich hören.
Wie auch immer: Dem Protokoll aus Klagenfurt habe ich entnommen, dass der Text von Pedro Lenz bzw. der Autor Pedro Lenz durchgefallen sind bei der Jury, ich muss das jetzt erst Mal zu Ende hören, vielleicht weiß ich dann warum, bisher kann ich mir kaum recht vorstellen warum.
claireg. - 28. Jun, 23:16
sind alle Rufer in der Wüste.
Aber keine Propheten.
claireg. - 14. Jun, 22:54
Was in der Wirklichkeit schrecklich ist, kann in der Kunst bezaubern.
(Aristoteles)
claireg. - 21. Mai, 10:42
Meine Eindrücke
sind meine Auswahl
sind ich.
Meine Eindrücke...
sind Eure Abdrücke...
sind meine Eindrücke...
sind ICH.
Überall ist die Wüste.
Und
da
bin
ICH.
claireg. - 13. Apr, 02:02
in der Sexualität sind wir alle gleich.
????
Ein Zwischenreich, das irgendetwas "Unmenschliches" hat?
???
Ich war im Film Tapas - gut!- dnach wild geträumt.
Die meisten meiner kostbaren Reiseerinnerungen knüpfen sich an Momente ruhigen Dasitzens.
Robert Thomas Allen
ist ein Nullsummenspiel. Was mir verloren geht durchs Älternwerden,
wächst anderorts als Souveränität.
Und eigentlich geht gar nichts verloren, unterm Strich, eher ein leichtes Plus.
claireg. - 18. Mrz, 23:57